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RetroRunning.de - das Portal für RückwärtsläuferDas Rückwärtslaufen (RetroRunning) ist eine einfache Bewegungsform mit großer Wirkung. Der gesamte Organismus wird anders beansprucht. die Zehenspitzen zeigen während des Laufens entgegen der Bewegungsrichtung.Philosophisch gesehen ist das Rückwärtslaufen ein idealer Ausgleich zum vorwärtsbeschleunigten Lebensstil und eröffnet neue Perspektiven. Rückwärtslaufen verbessert in kurzer Zeit die Koordination, das Gleichgewichtsgefühl und die Körperhaltung. Es trägt somit zu mehr Selbstbewusstsein bei. Für Leistungssportler ist es eine ausgezeichnete Verletzungsprophylaxe. Als nachteilig sei an dieser Stelle angeführt, dass die Augen falsch positioniert sind, was zu Problemen beim Laufen führt. Die Angst sitzt wörtlich im Nacken. Statt auf die Nase kann man auf den Hintern fallen. Aber: Übung macht bekanntlich den Meister. Dabei gibt es die Idee des Rückwärtslaufens schon lange. Bereits 1826 wurde dieser Kunstlauf zum ersten Mal erwähnt. Als Pionier in Sachen RetroRunning gilt heutzutage der Franzose Christian Grollé, der sich seit 1978 mit dieser Laufart beschäftigt. 1992 fand in Poviglio/Italien der erste Rückwärtswettkampf in Europa statt. Mittlerweile gibt es Rückwärtsläufe auch in Deutschland, Österreich, Frankreich, Belgien, Neuseeland, Nord- und Südamerika, Indien und Südafrika. Ein zukünftiger Boom?
Eingetragen am 04.10.2008 - 21:27:09, geändert 01.01.2009 - 13:14:31
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LAV Halensia - Laufen, Sport, Leichtathletik in Halle / Saale7. Hasentallauf – nach hartem Geländelauf gab’s Möhrchen17. Aug. 2008, Ella Tendler --- „Gibt’s denn dieses Wochenende ein passendes Läufchen für uns“? Am Samstag, den 16.08.08 wurde diese Frage bei Tendler/Rochau mit dem bei Hermsdorf stattfindenden „Hasentallauf“ beantwortet. Im Mühlental wich der Nebel dem Sonnenschein langsam, da machten sich ca. 150 LäuferInnen auf eine wunderbare nicht ganz 10 km lange Geländestrecke. Sie war sehr anspruchsvoll und in eine fantastische Natur eingebunden. Im Ziel wurden wir mit einer Möhre und einer Hasenmedaille aus Ton von kleinen Häschen empfangen. Lothar befand sich in Superform und kam mit einer 37:38 min ins Ziel - gesamt 14.er und natürlich Sieg in seiner Alterklasse M55. Ella fehlten beim letzten Anstieg dann doch die Körner, musste hier noch ein paar Frauen vorbei lassen. Sie kam mit einer guten Zeit von 44:33 min ins Ziel, das bedeutete den 3. Platz in der W45. Ebenfalls Platz Drei erreichte bei Ihrem Heimspiel Stefanie Hampel in der W20 mit 50:52min. Gesamtsieger wurde Steffen Tostlebe vom SV Blau-Weiß Bürgel (ehemals Erfurt) mit einer Zeit von 31:43 min. Bei den Frauen siegte Carolin Tuch vom LAC Erdgas Chemnitz, ihre Siegerzeit 38:48 min. Nach dem Frischmachen an Wasserschüsseln gab’s dann noch Thüringer Bratwurst und Kuchen. Wer möchte sich denn im nächsten Jahr diesen schönen Lauf entgehen lassen? Rostocker Marathon Nacht 2008 07. Aug. 2008, Uwe Emmerling --- Wie in den vergangenen zwei Jahren, wollte ich zum dritten Mal beim Halbmarathon im Rahmen der Rostocker Marathon Nacht zum Ende unseres Sommerurlaubs starten (Statistik 2007 – 1137 HalbmarathonläuferInnen im Ziel). Als ich mich Mitte Juli voranmelden wollte, konnte ich auf der Internetseite http://www.rostock-marathon.de/index2.htm folgendes lesen: „03.07.2008 Liebe Marathonfreunde, die zurückliegenden Tage gehörten nicht gerade zu jenen, an die man sich gern zurück erinnert ... Die teilweise in der Öffentlichkeit verzerrt dargestellten Umstände, die uns dazu zwangen, die Absage der Rostocker Marathon Nacht zu besiegeln (vgl. Pressemitteilung vom 18.06.2008 ), und die Enttäuschung unserer bereits gemeldeten Teilnehmer prägten das Bild und suchen nunmehr nach Erklärungen. …….“ Dazu fällt mir nichts mehr ein. 16. Rostocker Heidelauf 07. Aug. 2008, Uwe Emmerling --- Heidelauf einmal anders – nicht in der Dölauer sondern in der Rostocker Heide. Bei dem als „Urlaubswettkampf“ ausgeschriebenen Lauf in Markgrafenheide wurden Strecken über drei, sechs und zwölf Kilometer um 10Uhr gestartet. Im Unterschied zum Dölauer Heidelauf war es kein regionaler Vergleich. Die 199 Teilnehmer kamen aus ganz Deutschland und bedeuteten neuen Rekord bei der 16. Auflage dieser Veranstaltung, bei der die Freiwillige Feuerwehr als Anlaufpunkt diente. Beeindruckend waren Anmeldegeschwindigkeit (30min) und Startgebühr (3 € mit Moderation, Soljanka, Bockwurst und Getränken). Im Hauptlauf über 12 Kilometer siegten der Deutsche Hochschulmeister im Marathon Mathias Ahrenberg (41:26 Minuten) und die in der W40 startende Andrea Mehlhorn (48:29 min, beide Schwerin). Katja Emmerling (LAV Halensia) erreichte als Gesamtzweite das Ziel in 52:00 Minuten (1. W30). 7. Kühlungsborner Stadtwaldlauf 07. Aug. 2008, Uwe Emmerling --- Am bewährten Urlaubslauf im Kühlungsborner Stadtwald, der von Baltic Sports organisiert wird, nahmen wieder traditionell viele Urlauber teil, statt am Strand bei 30°C zu liegen. Auf der 2,4 Kilometer Waldrunde waren die Hitze noch recht annehmbar. Es standen 4,8 – 9,6 oder 14,4 Kilometer und ein Kinderlauf zur Auswahl (gesamt 170 Teilnehmer). Im Hauptlauf über 14,4 Kilometer siegten wiederum Matthias Ahrenberg in 48:43 Minuten und die in der W40 startende Andrea Mehlhorn (60:43min, 1. W40, beide SV Post Telekom Schwerin). Katja Emmerling (LAV Halensia) erreichte als Gesamtzweite das Ziel in 64:10 Minuten (1. W30). 17. Vattenfall-City-Nacht 02. Aug. 2008, Eik Fricke --- Im Sommerloch ist die Berliner City-Nacht auf den Kuhdamm für diejenige eine willkommene Abwechslung im Trainingsalltag, die sich auf kommende Ereignisse im Spätsommer vorbereiten. So kurz nach Beendigung der Bahnsaison schien es so, dass sich unsere jungen Läufer etwas schwer mit der Umstellung von der Bahn auf die Straße taten. So sollte man die erzielten Leistungen wohl auch einordnen. 10 km 1. WJA – Maria Heinrich – 40:29min 3. MJA – Samuel Diedering – 34:26 min 10. Fr – Claudia Löbel – 39:18 min 85. Fr – Stefanie Hampel – 51:16 min Einmal zum Mond und wieder zurück 19. Jul. 2008, Anja Siegemund --- Beim Mondseelauf in Hohenmölsen entdeckte ich wieder Neuland. Dank der sehr guten Vorbereitung und Instruktionen von Frank ging es bei der dann nicht mehr sehr unbekannten Strecke an den Start. Es waren 4,8 km oder 11,3 km zu absolvieren, bergauf und bergab. Ich nahm die Frauenstrecke unter die Füße, musste also den See nur einmal umrunden. Endlich im Ziel vermutet, mussten alle Teilnehmer noch eine kleine Schlussrunde drehen. Sehr gemein, wenn man unter dem Zielbanner durchläuft und noch die kleine Runde machen muß. Durch die, mir mittlerweile sehr bekannt gewordenen Gesichter der Teilnehmer, hat der Lauf besonders Spaß gemacht. Aber auch wir sind im Burgenlandkreis keine Unbekannten, liest man doch regelmäßig unsere Berichte auf unserer Homepage (die Mutter vom Sieger der kleinen Strecke - John-Philipp Bartholmäi). Das war dann meine Siegerehrung. Als Siegerin der W 30 bekam ich meinen ersten Pokal, auf den ich sehr stolz bin. Für Frank war leider nach 300 m der Lauf schon zu Ende. Verdacht auf Muskelfaserriß. Das ist verschmerzbar, wenn man bedenkt, dass für einen kollabierten Läufer der ADAC-Rettungshubschrauber anflog…
Eingetragen am 26.08.2008 - 21:38:42, geändert 28.08.2008 - 20:23:37
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SC Eintracht HAMMAls sich im Jahre 1980 dem seiner Zeit größten Hammer Sportverein, dem SC Eintracht Hamm-Heessen, für die Leichtathletik der Stadt die Möglichkeit bot, als eigenständige Abteilung fortan Ihre Geschicke selbstverantwortlich regeln zu können, folgten ca. 180 Sportler mit allen Leistungsträgern und den ihnen seit vielen Jahren bekannten Trainern und Funktionären dem Ruf zu einem erfolgsversprechenden Neubeginn.Die Mitglieder dieser neuen Formation waren vor dem Wechsel im Trikot des TuS 01 Heessen (1966-1969) und später als einer der beiden Stammvereine Der LG Ahlen-Heessen (SSV Ahlen und TuS 01 Heessen / 1970-1974) bzw. nach der kommunalen Neuordnung des Hammer Raumes als LG Ahlen-Hamm (ASC Ahlen / TuS 01 Heessen (1976-1979) bzw. SC Eintracht Hamm (1980-1982)) im Schüler- und Jugendbereich zu herausragenden Erfolgen gekommen, die unterstreichen, dass die heutige Leistungsstärke auf 25 Jahre zielstrebiger, kompetenter Aufbauarbeit zurückgeht. Im SC Eintracht Hamm entwickelte sich parallel zur nationalen- und internationalen Klasse der SCE-Damen, die in den Jahren 1985-1988 der erfolgreiche deutsche Verein der Frauen Leichtathletik war (u.a. Bronzemedaille der olympischen Spiele von Los Angeles durch Gabi Bußmann, Hallenweltmeisterschaft über 400m durch Helga Arendt, 16 deutsche Einzel- und Staffelmeisterschaften), die Nachwuchsförderung mit dem Gewinn mehrerer deutscher Meisterschaften bei den Schülern, Jugendlichen und Junioren in Einzel- und Mannschaftswettbewerben kontinuierlich weiter. Als 1989 die Hammer Bank, Förderer des Hochleistungssports in der Stadt Hamm, in eine gravierende Schieflage geriet, hatte das zwangsläufig auch Auswirkungen auf die Leichtathletik im SC Eintracht Hamm. Fehlte doch fortan für die Spitzenathleten der Damen z.T. die berufliche Absicherung bei der Bank, mangelte es im Abteilungsbudget am jährlichen Festbetrag zur Förderung des Spitzensports, so dass die Verantwortlichen im Vorstand zum Saisonende die Trennung von den Spitzenathleten vollziehen mussten. Die Schüler- und Jugendarbeit, die finanziell am Spitzensportetat nicht partizipierte, lief trotz der angesprochenen Probleme völlig unberührt weiter, denn personell blieben für diesen Bereich die altbewährten Strukturen erhalten. Sie konnten sogar auf einigen Positionen entscheidend verbessert werden, obwohl viel Idealismus bei Trainern, Funktionären und Eltern nach wie vor das Gebot der Stunde ist. Auf diesem Sektor wird von den Eltern bei Wettkämpfen und Freizeitmaßnahmen im SC Eintracht Hamm Vorbildliches geleistet.
Eingetragen am 26.08.2008 - 21:43:19, geändert 28.08.2008 - 19:54:10
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LAUFTREFF SCHWEICH e.V.-Laufen und Walken |
Die Seiten der Leichtathleten des SSV Aalen |
http://www.mtv-kronberg.de |
SG Neukirchen Hülchrath - LeichtathletikAbteilung.DE23.8.2008 IM LAUFSCHRITT UM DEUTSCHLANDS GRÖSSTEN BINNENSEEJörg Just in 6:17 Std. auf dem 6. Platz beim 8. Müritz-Lauf über 76,7 km Die Müritz (der Name kommt aus dem Slawischen und bedeutet „Kleines Meer“) ist zentraler Teil der Mecklenburgischen Seenplatte und mit 117 Quadratkilometern Deutschlands größter Binnensee. Seit 2001 gibt es den Müritz-Lauf, wobei die Teilnehmer/innen beim Ultralauf über 76,7 km einmal komplett um den See laufen. An sich schon kein ganz leichtes Unterfangen, so kommt es aufgrund des hochsommerlichen Termins fast immer auch zu knackigen Temperaturen, die die Sache zusätzlich „interessant“ machen können. Doch dieses Jahr war alles anders. In der Nacht ging über der altehrwürdigen DDR-Turnhalle, die den Athleten und Athletinnen als Übernachtungsquartier zu sagenhaft günstigen Konditionen (zwei Übernachtungen inkl. Frühstück für 10 Euro!) bereitsteht, ein Wolkenbruch nieder, der ernsthafte Zweifel aufkommen ließ, ob das Hallendach dies überstehen würde. Auch am nächsten Morgen regnete es noch einladend. Doch kurz nach dem Start um 8 Uhr am Stadthafen des Luftkurortes Waren meinte es der Wettergott gnädig mit den gut 100 angetretenen Ultras und stellte die Wasserberieselung (fast) ein. Die nicht-sommerlichen Temperaturen waren sogar ideal für Läufer/innen, nur der Wind wehte etwas zu frisch. Recht früh wird man mit dem schönsten Teil der Strecke verwöhnt, die hier durch den Müritz Nationalpark führt, inmitten weiter Wald-, Schilf- und Moorlandschaften. Die Strecke ist sehr gut mit großen Schildern „Müritzlauf“ gekennzeichnet, was fehlt sind allerdings Kilometerangaben. So kann ich kaum einschätzen wie schnell ich nun unterwegs bin; vom Gefühl her wahrscheinlich flotter als geplant. Kurz hinter dem zweiten Verpflegungspunkt bei Boek erkundige ich mich bei einem Mitläufer, der einen dieser klobigen GPS-Kästen am Handgelenk trägt. „19,7 km“ ist die Antwort bei einer Laufzeit von 95 Minuten. Deutlich zu schnell... Von der Müritz hat man bis dahin noch nichts gesehen bekommen, erst hinter Rechlin, nach immerhin schon etwa 28 km, kommt sie dann in Sicht. Zwischen Vipperow und Ludorf ist die Streckenführung wieder sehr naturnah, nachdem man zuvor auch einige längere Abschnitte auf Radwegen neben Landstrassen passieren musste, und hier wird man mit Panoramasicht über den See, der tatsächlich wie ein „Kleines Meer“ anmutet, belohnt. Ich bin schon seit geraumer Zeit alleine unterwegs, an fünfter Position liegend. In Verbindung mir der umgebenden Landschaft ist sie hier intensiv zu spüren, die viel zitierte „Einsamkeit des Langstreckenläufers“. Halt, ganz einsam bin ich doch nicht, denn ich muss mich mit einem Begleiter herumschlagen, den ich mir leider nicht aussuchen kann: den zum Teil böigen Gegenwind, der einem viel Kraft aus den Beinen zieht. Die Strecke verläuft nun auf einer Landstrasse, die sich über ca. 4 km sanft ansteigend nach Röbel hochzieht. Steigung plus Gegenwind – herrlich! Trotzdem überhole ich auf diesem Weg noch zwei Radfahrerinnen (Mutter und Tochter), die offenbar noch mehr zu kämpfen haben. Kommentar der Mutter: „Mensch, sie sind aber schnell unterwegs!“ Nun ja, vielleicht ist sie auch nur etwas langsam unterwegs... Dann die Frage: „Wie weit laufen Sie denn?“ Antwort: „Einmal um den See herum!“ Frage: „Wieviel Kilometer sind das denn?“ Antwort: „Etwa 77.“ Kommentar: „Das ist ja der absolute Wahnsinn!“ Es sind Begegnungen wie diese, die den Ultralauf manchmal recht heiter machen können. In Röbel startet um 10 Uhr der Städtelauf über 28,2 km nach Waren. Wer nun als durchlaufender Ultraläufer anfeuernde Menschenmengen erwartet wird allerdings enttäuscht. Bis auf den Verpflegungspunkt in einer Ecke des Hafens wird man als Läufer kaum wahrgenommen. Bei diesem wichtigen Etappenziel hätte ich mir auf dem Hafenplatz eine Anmoderation und ein bisschen Stimmung schon gewünscht, denn nach ca. 48 gelaufenen Kilometern könnte ein wenig Motivationshilfe nicht schaden. Dafür wird man in Richtung Zierzow (ca. 57 km) wieder mit einem schönen Streckenabschnitt „entschädigt“. Bis hierhin habe ich auch immer noch den vor mir liegenden Läufer in Sicht, Abstand etwa 500 Meter, leider nicht kleiner werdend. So langsam lässt allerdings die Kraft nach und irgendwann entschwindet er ganz. Doch plötzlich taucht vor mir ein weiterer einsamer Läufer auf, der offensichtlich mit größeren Problemen zu kämpfen hat. Ich kann in relativ schnell passieren und als einen der beiden Frontläufer identifizieren. Nun befinde ich mich auf dem (undankbaren) vierten Platz. Aber vielleicht knickt ja noch jemand ein, dann könnte es zu einem sensationellen dritten Platz kommen! Leider bin ich es, der nach ca. 62 Kilometern einknickt. Muskuläre Probleme erzwingen sogar kurzzeitige Gehpausen. Kurze Zeit später rückt mit kräftigem Laufschritt ein Verfolger heran, den ich zuletzt bei Kilometer 5 gesehen hatte. Er motiviert mich: „Komm, halte durch!“, ich rufe ihm hinterher: „Gratuliere, jetzt bist Du Vierter!“ Nach ca. 67 Kilometern taucht am Wegrand das wunderschön restaurierte Schloss Klink auf, für das ich allerdings nicht mehr gebührend Aufmerksamkeit bereitstellen kann, zu sehr wird diese nun für die Willensstärke vereinnahmt, die einen trotz Schmerz und Schwäche immer weiter vorantreibt. Auch ein letzter sehr schöner Streckenabschnitt durch ein Waldgebiet kann mich nur noch bedingt begeistern, zu sehr reduziert sich jetzt alles auf den Rhythmus Laufen, Gehen, Laufen Gehen. Dadurch verliere ich enorm Zeit, aber besser will es momentan leider nicht laufen, sehr ärgerlich. Aber das Minimalziel „Finishen“ steht niemals ausser Frage und so ist der Blick ausschliesslich nach vorne gerichtet. Hochrechnungen verheissen mir trotz meines Schneckentempos sogar noch eine Zeit unter 6:20 Stunden, was für mich mehr als zufriedenstellend wäre. Seit Röbel sind auch Kilometerangaben vorhanden: noch 30, noch 20 , noch 10 , noch 5, schließlich ein Schild nach jedem Kilometer. Das hat auf jeden Fall einen motivierenden Effekt, wäre aber auch über die ganze Strecke verteilt nicht verkehrt gewesen. Etwa drei Kilometer vor dem Ziel überholt mich dann noch der Läufer, den ich zuvor schon sicher „eingesackt“ glaubte, und so langsam, wie ich mich fortbewege, rechne ich noch mit einem halben Dutzend weiterer. Doch zu meinem Erstaunen kommt dann doch keiner mehr... Der letzte Kilometer durch Waren samt Zieleinlauf wieder im Stadthafen gehört dann ganz dem einsamem Langstreckenläufer und geht bei den zuschauenden Touristen weitestgehend unter. Offensichtlich haben die „Städteläufer/innen“ vorher schon alles abgeräumt. Später, mit Eintreffen der ersten Staffelläufer/innen und dem Ultra-Hauptfeld steigt die Stimmung dann aber doch noch. Nach 6:17:36 überschreite ich schließlich die Ziellinie und kann mich über einen 6. Platz im Gesamteinlauf freuen, der mir sogar noch einen Podiumsplatz bei der Siegerehrung beschert! weitere Infos unter: http://www.mueritz-lauf.de gemeldet von Jörg Just am 25. 8. 2008
Eingetragen am 26.08.2008 - 21:43:20, geändert 27.08.2008 - 21:46:07
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